Standort:
Berlin
Das vietnamesische Restaurant Miss Dô befindet sich im Food-Court eines Einkaufszentrums in einem Viertel südlich von Berlin.
Der gestalterische Inhalt basiert auf der Identifikation und Akzentuierung von Gegensätzen.
Im Inneren einer der künstlichsten und menschlichsten Architekturtypologien – dem Nicht-Ort eines Einkaufszentrums – entsteht eine Explosion von Grünflächen, die Unvorhersehbarkeit schafft. Der von den Blättern abgegebene Sauerstoff und die Feuchtigkeit vermitteln dem Besucher unmittelbar das Gefühl, sich an einem Ort außerhalb des Kontexts zu befinden. Ein Ort, der nicht abstrakt, sondern konkret ist, eine Umgebung mit einer starken natürlichen Matrix, die mehr an Südostasien (und insbesondere Vietnam) erinnert als an die Metropolregion Berlin. Das Thema der Gegensätze wird auch durch die Verwendung der orthogonalen Metallstruktur hervorgehoben, die sich über die gesamte Länge der Wände erstreckt und als Stütze für Tische und Pflanzen dient.
Auch die Einrichtung ist so gestaltet, dass sie die naturzentrierte Atmosphäre des Restaurantbereichs verstärkt. Nicht nur Vegetation, sondern auch extreme Umgebungen. Tatsächlich erinnert die Form der Tische an Eisberge, Eisberge, die es trotz ihrer immensen Masse schaffen, aus dem Wasser aufzutauchen.
Die Wahl der Stühle von Lisa Wood war daher unumgänglich!
Credits
Innenarchitekturprojekt: Martino Sacchi
Fotograf: Paolo Sacchi
Studie: Rhizomet
Design: Mercello Ziliani
www.rhizomet.com